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MüReDe

Der Name MüReDe / MuReDé entstammt den Abkürzungen der deutschen und französischen Wort-Kombinationen „Müll-Ressourcen“ und „Ressources-Déchets“.

MüReDe, die Wächterin der Schätze - MuReDé, la gardienne de trésors

Grenzüberschreitende Aktion zur Förderung des gemeinsamen und verantwortlichen Umgangs mit Müll als Beitrag zur sinnvollen (Wieder-) Verwertung der Ressourcen mit Nachhaltigkeits-Charakter für die Zielgruppe der (Grundschul-)Kinder im Großraum Pamina.

Die Leitgedanken und –ansätze:

Der pädagogische Motor:
Thematische Auseinandersetzung, Erlangung von Bewusstsein und Verhaltensänderung durch die kreative Herstellung der Figur Mü-Re-De aus Müll, einer Figur, die dann jeweils mit einer themenbezogenen (recherchierten oder erfundenen) Geschichte versehen wird und gegenseitig der Partnereinrichtung auf der anderen Seite der Grenze geschenkt wird, um dort in der Funktion als „Hüterin für einen vernünftigen Umgang mit Müll und Ressourcen“ aufgestellt zu werden.

Hintergrund des Ansatzes: 
Ausgehend von der Tatsache, dass ein Bewusstsein für eine Problematik dann am besten und am nachhaltigsten gefördert werden kann, wenn eine persönliche, positive emotionale Beziehung zu dem betreffenden Sachverhalt, dessen Konsequenz(en) oder der Konsequenzen einer anzustrebenden Veränderung hergestellt wird, möchte diese Aktion Grundschulkinder beiderseits der Grenze für ressourcen-schonende Verhaltensweisen in ihrem konkreten Lebensumfeld sensibilisieren. Diesem Ziel will das Projekt auf mehrfache Weise und in einer besonders zielgruppengerechten Form gerecht werden.

Zusammenfassende Projektdefinition:
Grenzüberschreitendes Pilotprojekt für die Zielgruppe der (Grundschul-)Kinder 
des Pamina-Großraumes zur Förderung eines Bewußtseins für die Notwendigkeit eines gemeinsamen und verantwortlichen Umgangs mit Ressourcen und einer entsprechenden Verhaltensänderung  am Beispiel des alltäglichen Umgangs mit Müll (Müll-Vermeidung, Müll-Verwertung, Müll als Ressource usw. ) mittels kreativer Aktivitäten mit stark spielerischem und attraktivem Charakter, aber auch hohem Verbindlichkeitswert


Die Zielgruppe
Zielgruppe sind Kinder im Grundschulalter aus dem schulischen und außerschulischen Bereich. Wichtig ist dem Träger die Einbeziehung auch von Zielgruppen, die mit einer besonderen Behinderung konfrontiert sind und oft einer sozialen Ausgrenzung unterliegen. In diesem Fall wird diesem Bemühen dadurch Rechnung getragen, dass beiderseits der Grenze jeweils auch geistig behinderte Kinder einbezogen werden. Das physische Alter dieser Zielgruppe liegt über dem üblichen Grundschulalter um eine etwaige Entsprechung auf kognitiver Ebene zu gewährleisten.
Neben der Hauptkooperation mit dem Verein „Lobby für Kinder e.V.“ (s. weiter unten) ist die Einbeziehung von jeweils vier Grundschulen aus Deutschland und Frankreich geplant.
Als aktive Mitwirkende sind auch fachbezogene Einrichtungen wie z.B. das Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz oder andere fachlich kompetente Akteure vorgesehen.

Zielsetzungen des Projektes

Das Projekt „MüReDe, die Wächterin der Schätze“ will
  • die Kinder für die Knappheit der Ressourcen sensibilisieren und die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit ihnen im alltäglichen Leben am Beispiel der Müllvermeidung und/oder Müllverwertung im Alltag aufzeigen,
  • einen konkreten Beitrag zu einem verantwortlicheren Umgang mit Ressourcen und mit Müll leisten,
  • bei den Kindern das Bewusstsein stärken für die Tatsache, dass wir es hier – wie meistens – mit einer grenzüberschreitenden Problematik zu tun haben, die auch nur gemeinsam wirklich angegangen werden kann,
  • die Identität der grenzüberschreitenden Euro-Region und die Identifizierung der Kinder mit ihr stärken,
  • die Bereitschaft für das gemeinsame Engagement über die Grenzen hinweg wecken bzw. fördern,
  • die konkrete / direkte Begegnung über die Grenzen hinweg fördern,
  • die grenzüberschreitende Kooperation auch auf institutioneller Ebene, zum Beispiel zwischen den Schulen, aber auch den sonstigen Einrichtungen und/oder Menschen beiderseits der Grenzen fördern,
  • einen Beitrag zum Informationsaustausch über die Grenzen leisten,
  • zur Überwindung der sprachlichen Grenzen beitragen.
  • den Kampf gegen jegliche Art von Ausgrenzung unterstützen.
Zudem soll dieses Projekt die Funktion eines Pilotvorhabens erfüllen als Erfahrungsgrundlage für eine Weiterentwicklung zu einer umfangreicheren Aktion in diese Richtung.

Die Konkretisierung des Projektes - Das Projekt besteht aus mehreren Phasen.

Nachdem im Vorfeld sämtliche beteiligten Partner alle ausführlichen Informationen zum
Projekt erhalten haben, die jeweiligen Aufgaben sowohl inhaltlich als auch technisch, organisatorisch und finanziell geklärt sind, kann die Arbeit mit den Kindern begonnen werden.

Phase 1: Arbeit vor Ort in den einzelnen kooperierenden Einrichtungen

1. Inhaltliche Einführung des Projektes bei den Kindern:
  • Darstellung und Erläuterung des Gesamtprojektes, insbesondere auch der grenzüberschreitenden Dimension
  • inhaltliche Einführung und Bearbeitung der Themen „Knappheit der Ressourcen, Ressourcenverschwendung, Müllproduktion, Umgang mit Müll, Ressourcen, die im Müll stecken, usw.“ in Verbindung mit der konkreten Situation vor Ort, in der Grenzregion und im Alltagsleben der Kinder
  • Einführung in den Aspekt der gemeinsamen, grenzüberschreitenden Verantwortung.

2. Erschaffung von MüReDe-Figuren aus Müll:
In jeder Schule werden mit mindestens einer Schulklasse (Spiel-) Figuren aus Müll entworfen und dann auch entwickelt. Dafür werden die Kinder gebeten, „verwertbaren“ Müll zur Figurenherstellung mitzubringen, wobei hier nun ganz konkret anhand des mitgebrachten Materials die thematisch-inhaltliche Arbeit beispielhaft nochmals aufgegriffen werden soll.
Die Verwendung des Mülls zur Herstellung dieser Figur soll die Vielfalt der verwendbaren Materialien und Ressourcen im Müll belegen.

Danach gilt es, unter der Anleitung eines/einer professionellen und erfahrenen Figurenbauer/s/in oder bildenden Künstler/s/in – es sei denn, die Partnerorganisation verfügt selber über eine entsprechend qualifizierte Fachkraft – eine Figur aus Müll zu erbauen oder zu konzipieren, die Sympathieträgerin und Symbolfigur werden soll für einen vernünftigen Umgang mit Müll.

3. Erarbeitung einer größeren Figur für die Partnereinrichtung
Auf der Grundlage ihrer Figuren entwerfen und erschaffen sie dann eine etwas größere Figur für die von ihnen ausgesuchte Partnerschule. Diese Figur wird nun verbunden mit weiteren Aktivitäten.

4. Schreibarbeit: Recherche oder Schreibwerkstatt
Die so geschaffene Figur wird nun zur Trägerin einer lokal eingebundenen Geschichte oder Reportage zur Grundthematik des Projektes. Hier soll den einzelnen Partnerorganisationen freie Hand gelassen werden, ob dies eher in Form einer Recherche, einer Schreibwerkstatt, einer Märchenerzählung oder in irgend einer sonstigen Form umgesetzt werden soll. Wichtig ist jedoch der lokale Bezug.

5. Definition von wichtigen themenrelevanten Begriffe
Parallel zu der inhaltlichen Auseinandersetzung und kreativen Arbeit sollen die Kinder für sie themenrelevante wichtige Begriffe sammeln und sich dann für eine Auswahl mit einer noch festzulegende Höchstzahl entscheiden. Diese Begriffe sollen zu einem zweisprachigen Glossar zusammengestellt werden.


Phase 2: Direkte grenzüberschreitende Kinderbegegnung von Vertreter/innen der kooperierenden Partner 

In der Phase zwei findet eine ca. einwöchige grenzüberschreitende Begegnung von jeweils zwei Vertreter/innen aller acht beteiligten Partnereinrichtungen statt.
Zweck dieses Treffens ist
  • die konkrete Begegnung
  • die direkte gemeinsame Arbeit
Inhaltlicher Zweck der Begegnung und somit Aufgabe der beteiligten Kinder wird es sein
gegenseitige Berichterstattung über die Konkretisierungsaktivitäten in den einzelnen
Einrichtungen stattfinden (damit die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter diese
Informationen dann in ihre Schule bringen können).
  • Herausarbeitung von themenbezogenen Gemeinsamkeiten und Unterschieden beiderseits der Grenze
  • Herstellung des vorgesehenen zweisprachigen Glossars,
  • Vorbereitung der Rundreise der acht Figuren mit ihren Geschichten zu den Partnerorganisationen, sprich:
  1. Übersetzungsarbeiten
  2. Herstellung von Präsentations-/Begleitmaterial
  3. Anfertigung von reise- und depot-tauglicher Verpackung der Figuren usw. .
Natürlich soll bei dieser Begegnung nur halbtags gearbeitet werden, damit auch noch genügend Raum für das Kennen-Lernen, der „rein menschlichen Begegnung“ den sonstigen Austausch und gemeinsamen Freizeitaktivitäten vorenthalten bleiben.
Anmerkung: Um allzu komplizierte und – vor allem in Frankreich - aufwendige Verwaltungsgänge zu vermeiden, soll diese Begegnung als außerschulische Aktion durchgeführt werden.

Phase 3: Rundreise der 8 „Mü-Re-De“-Figuren / Reintragen der Information in die einzelnen Einrichtungen 

Die Figuren können nun gemeinsam mit ihren Geschichten – und dem erstellten Begleitmaterial – die Rundreise zu den verschiedenen beteiligten Schulen / Einrichtungen unternehmen.

Phase 4: Aushändigen der Figur an die jeweilige Partnereinrichtung.

Als letzten Schritt schenkt dann jede Schule ihre Figur mit ihrer Geschichte der von ihr ausgesuchten Partnerschule auf der anderen Seite der Grenze. Dort wird dann „Mü-Re-De“ ihren endgültigen Platz finden und aufgestellt werden und soll als Sympathieträgerin, Mahnerin und Hüterin für einen vernünftigen Umgang mit Müll und ganz allgemein mit Ressourcen wirken…

Dokumentation als Begleitaktivität:

Parallel zu all den vorgesehenen Aktivitäten soll sowohl seitens der einzelnen Partnereinrichtungen als auch seitens des Projektträgers eine Dokumentation zu diesem Vorhaben und den einzelnen Aktivitäten erstellt werden.

Der innovative Charakter dieses Projektes.

Das Projekt:
  • verbindet spielerische Ansätze mit inhaltlicher Thematik
  • setzt individuelle und Gruppenarbeit vor Ort in eine synergetische Beziehung zu einem grenzüberschreitenden Netzwerk und einem Engagement beiderseits der Grenze für eine gemeinsame Sache mit gemeinsamer Tragweite
  • verbindet Spaß, Kreativität mit sinnvoller Tätigkeit, mit positiven Auswirkungen für die Umwelt und das soziale Umfeld
  • ermöglicht Erfahrungen in kleineren Zusammenhängen für die Durchführung einerähnlichen Aktion auf größerer Ebene,
  • hat Symbolcharakter, hat aber gleichzeitig auch schon bereits konkrete positiveAuswirkungen in Richtung einer wünschenswerten Verhaltensveränderung,
  • ist eine punktuelle Aktivität, die jedoch sowohl ganz praktisch als auch in und bei denbeteiligten Menschen nachhaltige Auswirkungen hat.

Träger, Projektleiter, Hauptpartner

Der Träger: arcadille asbl 
arcadille asbl ist ein noch junger, doch sehr aktiver gemeinnütziger Verein mit Sitz in Menchhoffen im Elsass. Hauptziel des 2002 gegründeten Vereins ist die Förderung von Aktionen, die auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene künstlerisch-kreative Aktivitäten mit soziokulturellen und/oder interkulturellen Zielsetzungen verbinden.
Der Verein war bereits Träger von mehreren innovativen und sehr erfolgreich durchgeführten grenzüberschreitenden Vorhaben, insbesondere auch eines größeren „Begegnung am Oberrhein“-Projektes („Doppel-As/Double-Atout“) und des mehrjährigen Interreg-III Projektes „Partrhino“.

Der Hauptpartner: Lobby für Kinder e.V.“
Lobby ist ein 1996 gegründeter Verein mit Sitz in Klingenmünster. Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins ist vor allem die Verbesserung der Spiel- und Lebens-situation von Kindern und Jugendlichen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Themen Umweltbildung, Nachhaltigkeit und Eine Welt. Die Angebote, die z. T. die ganze Familie ansprechen, liegen in den Bereichen Kultur und Kreativität, im Erleben von Natur und Umwelt, der Schulung der Sinne sowie der Wertschätzung unserer Ressourcen. Im Jahr besuchen ca. 6.000 Personen die Veranstaltungen des Vereins. Dieser verfügt über reichhaltige Erfahrung in Bezug auf Nachhaltig-keitsprojekte. Besonders bekannt ist das „Projekt Slumhütte“ bei dem - ausschließlich aus Rest- und Abfallmaterial - mit Kindern eine Hütte erbaut wurde, wie sie typisch ist für Slums in Lateinamerika.
Am 28.06.2006 erhielt der Verein Lobby für Kinder e.V. die Auszeichnung „offizielles UN-Dekade-Projekt zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“(2006/2007).

Der Projektleiter/-koordinator Jean-Martin Solt, Diplom-Pädagoge,
mehrjährige Lehrtätigkeit in der Lehrerausbildung an der Uni Trier, parallel dazu künstlerisch aktiv, seit 1994 dann hauptberuflich im künstlerischen Bereich (Musik u, Theater) tätig mit internationalen Erfolgen, Gründungsmitglied von -t-r-a-n-s-cultur- e.V., seit über 15 Jahren Initiator und Leiter bzw. Koordinator zahlreicher - und zum Teil mehrfach prämierter – internationaler Vorhaben, Leiter einer zweijährigen europäischen Studie zum Einsatz künstlerisch-kreativer Aktivität mit sozialpädagogischer Zielsetzung, Initiator und Leiter von PARTRHINO, zur Zeit Koordinator eines mehrjährigen europäischen Socrates-Projektes (Lingano), spricht mehrere Sprache, davon zwei perfekt.
Jean-Martin Solt bringt also eine kombinierte Kompetenz im pädagogischen und künstlerischen Bereich sowie eine große Erfahrung mit der Durchführung von (Gross)projekten und Partnerschaftskoordination mit. 
 
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