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Einrichtung eines Forscherraumes


Der Sachunterricht in der Grundschule „unterstützt Grundschulkinder dabei, sich die soziale und natürliche Umwelt sachgemäß und sinngebend zu erschließen…. Zudem legt Sachunterricht die fachlichen Grundlagen für die Lern- und Leistungsentwicklung…“

(Vgl Rahmenplan Sachunterricht)

Naturwissenschaftliche Grundbildung in der Schule bedeutet dabei aber mehr als Wissen aufzubauen. „Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe ist auch eine Aufgeschlossenheit oder grundlegende Interessiertheit an den Naturwissenschaften. Sie sollte bei allen Schülerinnen und Schülern entwickelt sein.“

(Vgl Pisa, Zusammenfassung zentraler Befunde)

Um diese Interessiertheit zu fördern, ist die Verbesserung der Unterrichtsqualität durch eine stärkere Anwendungsorientierung und durch didaktisch verbesserte Schülerexperimente unumgänglich.
Daher haben wir an der Grundschule Wollmesheimer Höhe durch die Einrichtung eines Forscherraumes die Lernumgebung unserer Kinder praxisorientierter gestaltet, denn „Voraussetzung für das Verstehen und Begreifen ist ein Unterricht, der die kindliche Neugier und das Bestreben, die Welt zu entdecken und zu nutzen, unterstützt. Hilfreich sind dazu Lernarrangements, die die Gelegenheit schaffen, etwas zu entdecken und zu erforschen.“
(Vgl Rahmenplan Sachunterricht S.16)

Was ist ein Forscherraum?
In einem Forscherraum stehen den Kindern Experimente zur Verfügung, die sie selbstständig bearbeiten und dokumentieren. Zentraler Bestandteil des Forscherraumes sind Forscherkisten, die den Kindern eine präzise Anleitung zum Experimentieren an die Hand geben, und dann u.a. in Form von weiterführenden und vernetzenden Fragen, zur Weiterarbeit anregen. Die Schüler dürfen die durchgeführten Versuche variieren oder neue entwickeln. Dafür steht ein Schrank mit zusätzlichen Materialien bereit und Gegenstände aus dem Umfeld können miteinbezogen werden. Auf diese Weise soll langsam das freie Durchführen von Versuchen angebahnt werden. Zudem stellt dieses
Vorgehen eine Form der Differenzierung dar, da leistungsstarke Schüler die Möglichkeit haben, ihre Erkenntnisse durch das Entwickeln eigener Versuche zu bestätigen. Während andere Kinder, die sich beim Durchführen von Versuchen noch nicht sicher fühlen, im gewohnten Rahmen arbeiten können.
Beim Zusammenstellen der Experimente wird darauf geachtet, dass möglichst viele Alltagsmaterialien verwendet werden, die auch zu Hause verfügbar sind. Auf diese Weise können die Kinder ihr erworbenes Wissen auch zu Hause spielerisch vertiefen und weiterentwickeln. Die Möglichkeit einer tiefergehenden Durchdringung des Themengebietes in Form von selbst gefundenen Fragestellungen und Experimenten ist ausdrücklich erwünscht und wird durch die Bereitstellung vielfältiger Materialien gefördert. Den Kindern wird ermöglicht, spielerisch naturwissenschaftliche Sachverhalte aus den Bereichen Physik, Chemie, Technik, Biologie und Mathematik zu entdecken.

In der Forscherwerkstatt sollen mit den Kindern Naturphänomene untersucht und Antworten auf naturwissenschaftliche Fragen gefunden werden. Auf diesem Weg sollen die Kinder erste Zugänge zu wissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen entwickeln. Ausgehend vom bisherigen Erkenntnisstand lernen die Schüler durch einfache Versuche, ihren Wissenshorizont zu erweitern. Die Erfahrung der Kinder wird aufgegriffen und mit einem fachwissenschaftlichen Verfahren verknüpft. Dabei werden durch Versuche wissenschaftliches Denken angebahnt und wissenschaftliche Methoden gelernt. Durch die Arbeit in der Forscherwerkstatt werden Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt, die für den gesamten Unterricht förderlich sein können: Anstellungen von Beobachtungen, Protokollieren des Vorgehens, Anfertigen von Skizzen, Vornehmen von Vergleichen, Ziehen von Schlussfolgerungen, Bilden von Begriffen, Formulieren von Gesetzmäßigkeiten u. a. Der Unterricht in der Forscherwerkstatt ist schüler- und handlungsorientiert gestaltet. Die Kinder sollen sich durch eigenes Tun neue Lerninhalte erschließen. Denn wenn Schüler etwas aktiv erleben, ist der Lernzuwachs am größten. Sie erfahren naturwissenschaftliche Bereiche als erlebbar und faszinierend und haben so die besten Voraussetzungen als Nachwuchs für die naturwissenschaftlichen und technischen Berufe.

Die inhaltliche Struktur und der organisatorische Rahmen unseres Konzepts „Einrichtung eines Forscherraumes“ richtet sich nach Anregungen der Forscherwerkstatt der Regenbogenschule in Münster-Altheim, dem Projekt „Forscherwerkstatt“ der Stadt Münster und nach Anregungen aus dem Internet.
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